typearea — Satzspiegel
Automatische Berechnung typografisch optimaler Seitenränder.
Übersicht
Das typearea-Paket berechnet den Satzspiegel (= das Rechteck, in dem Text steht)
nach klassischen typografischen Regeln. Es ist in allen KOMA-Klassen automatisch geladen,
kann aber auch eigenständig verwendet werden.
Grundprinzip
Anstatt feste Ränder anzugeben, definierst Du einen DIV-Faktor:
\documentclass[DIV=12]{scrartcl}typearea teilt die Seite in DIV gleiche Streifen und macht den Satzspiegel
DIV - 3 Streifen breit. So entstehen harmonische Verhältnisse — z. B. nach dem
9-Felder-Schema der Buchgestaltung.
Empfohlene Werte
| Papier | DIV-Empfehlung | Verwendung |
|---|---|---|
| A4, 10pt | 8–10 | weite Ränder |
| A4, 11pt | 10–12 | Standard |
| A4, 12pt | 12–15 | enger Satzspiegel |
| A5, 10pt | 6–8 | Taschenbuch |
Automatik
Mit DIV=calc (oder DIV=current) berechnet typearea den optimalen DIV-Wert
basierend auf Papierformat und Schriftgröße:
\documentclass[DIV=calc]{scrbook}Bindekorrektur (BCOR)
\documentclass[BCOR=12mm,DIV=calc]{scrbook}Reserviert links (innen) zusätzlich 12 mm für die Bindung, ohne den Satzspiegel nach rechts zu verschieben.
Manuelles Setzen
\areaset[BCOR]{Breite}{Höhe}
\areaset[12mm]{14cm}{22cm}Eigenständige Nutzung
\documentclass{article}
\usepackage[DIV=12,BCOR=10mm]{typearea}Nachträgliche Neuberechnung
Wenn Du die Schriftgröße im Dokument änderst, kannst Du den Satzspiegel neu berechnen lassen:
\KOMAoptions{fontsize=12pt,DIV=last}DIV=last nutzt die letzte verwendete Berechnungsmethode neu.